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Aqua Soil ohne Power Sand wie starten?

Donnerstag, 26. November 2009

Viele wollen die Vorteile des Aqua Soils nutzen, jedoch keinen Power Sand erwerben. Power Sand ist jedoch ein wichtiger Bestandteil des ADA Systems und muss dementsprechend beim Einfahren ohne dieses Produkt ausgeglichen werden.

Nach einer neuen Analyse von Tom Barr enthält der Power Sand sehr viele Makronährstoffe, die wohl daher rühren, dass der Power Sand kräftig mit Dünger getränkt wurde und zusätzlich noch Osmocote beigefügt wurden, welche ebenfalls weitere Nährstoffe abgeben. Diese hohen Mengen an Makronährstoffen helfen gerade zu Beginn des Beckens die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Alleine Kalium ist nicht ausreichend vorhanden, weswegen eine relativ hohe Menge Kalium in das System eingebracht wird (3 mg/l Kalium pro Tag).

Ist jetzt jedoch kein Power Sand vorhanden, so macht auch die Düngung allein mit Kalium wenig Sinn, da den Pflanzen ggf. einige Makronährstoffe fehlen und diese daher nicht richtig loslegen können. Es ist daher ratsam bei dem Start nur mit Aqua Soil von Beginn an eine normale Düngung aufzunehmen. Makronährstoffe und auch Mikronährstoffe sollten hierbei nicht fehlen. Eine außerordentliche Portion Kalium ist hier nicht notwendig, da bei den geläufigen Makronährstoffsystemen oft genug Kalium ins System eingebracht wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, düngt zu Beginn etwas Kalium zusätzlich auf.

Zusammengefasst, macht die Düngung mit allein Kalium im ADA System schon Sinn, sollte jedoch nicht auf Becken mit lediglich Aqua Soil übertragen werden. Wenn nur Aqua Soil zum Einsatz kommt, muss eigentlich von Beginn an ausreichend nachgedüngt werden. Beim Estimative Index kann man z.B. für die ersten zwei Wochen mit der Hälfte der zugeführten Menge kalkuliert werden. Volldünger kann auch auf halber Dosis verabreicht werden. Beim NPK Dünger sollte von Beginn an mit der vollen Dosis gearbeitet werden.

Mikro Basic – Eisenvolldünger

Donnerstag, 21. August 2008

Aqua Rebell bringt einen neuen Mikronährstoffdünger auf den Markt. Mikro Basic – Eisenvolldünger bietet den Pflanzen alle essentiellen Mikronährstoffe und hat sich durch lange Tests bereits sehr gut bewährt.

Aqua Rebell Mikro Basic - EisenvolldüngerEin großer Vorteil an diesem Mikronährstoffdünger ist neben dem attraktiven Preis auch die Abstimmung auf die Makronährstofflinien von Aqua Rebell. Dieser Mikronährstoffdünger eignet sich sehr gut, um parallel zu den Makronährstoffen mit diesem Dünger die Mikronährstoffe zu dosieren. Die Dosierung muss natürlich je nach Düngesystem angepasst werden.

Bei dem Makro Basic Estimative Index wird zum Beispiel pro 40 Liter 2,5 ml von dem Mikro Basic dosiert. Bei dem Makro Basic NPK sollte 1 ml Mikro Basic pro 2 ml Makro Basic NPK dosiert werden. Ihre Pflanzen werden durch die gezielte Versorgung mit Eisen, Mangan, Zink, Bor, Molybdän und Kupfer gestärkt und erhalten noch zusätzlich eine extra große Menge Magnesium und Kalium.

Der Mikro Basic ist mehrfach stabilisiert, was heißen soll, dass mehrere Chelatoren zum Einsatz kommen. Eisen wird vorrangig mit DTPA stabilisiert und die weiteren Mikronährstoffe mit EDTA. Durch diese Verbindung halten sich die Nährstoffe lange im Wasser und versorgen die Pflanzen optimal mit den benötigten Spurenelementen.

Durch die Chelatierung sind die Schwermetalle im Dünger auch absolut ungiftig für Wirbellose. Garnelen- und Krebshalter müssen aus diesem Grund keine Angst vor dem geringen Kupferanteil im Dünger haben.

Dieser Mikronährstoffdünger ist alles in allem eine sehr gute Wahl, um sein Natur- und Pflanzenaquarium mit Mikronährstoffen zu versorgen.

Wasserpflanzen und die unterschiedlichen Wege der Düngung

Freitag, 20. Juni 2008

Düngung im Aquarium – Ein Vergleich der Düngesysteme

Ein neues Aquarium mit Pflanzen und Fischen ist eingerichtet und man fragt sich wie man den Pflanzenwuchs auf Dauer aufrecht erhalten kann. Bei vielen Personen werden Unmengen an neuen Pflanzen gekauft, da diese immer wieder eingehen oder es wird auf sehr einfach zu haltende Pflanzen ausgewichen. Algen machen sich teilweise auch breit und oft ist dies dann der Todesstoß für das Hobby Aquaristik. Der Spaß lässt einfach nach und man sieht keinen Lösungsweg aus dieser Situation, außer einem Neuanfang oder eben der Totalaufgabe.

Estimative Index

Diese Probleme müssen aber nicht auftauchen und können von vorn herein verhindert werden, wenn man sich für ein durchdachtes Düngesystem entscheidet. In diesem Artikel soll daher auf die gängigen Düngesysteme eingegangen werden, damit die Wasserpflanzen im Aquarium gedeihen und die Algen keine Chance haben. Denn in einem gut bepflanzten Aquarium mit gesunden Pflanzen fühlen sich auch die Bewohner sehr viel wohler.

Wasserpflanzendünger wird im Zoofachgeschäft meist nur als Eisenvolldünger verkauft. Dieser hat jedoch einen entscheidenden Nachteil und zwar werden nur Mikronährstoffe, wie z.B. Eisen, Mangan usw., dem Wasser zugeführt. Mikronährstoffe werden von den Pflanzen in recht geringer Menge benötigt, fördern aber den Pflanzenwuchs enorm in einem normalen Gesellschaftsbecken mit wenig Licht. In solchen Aquarien ist nämlich von den Makronährstoffen, Nitrat und Phosphat, meist genug durch Fischausscheidungen vorhanden.

Aquarien werden heutzutage aber mit stärkerer Beleuchtung verkauft und CO2 kommt ebenfalls sehr viel häufiger zum Einsatz. Die Aquarien werden so gesehen auf Hochleistung getrimmt, jedoch fehlt es dann oft an der richtigen Ernährung für die Pflanzen und so gedeihen diese nicht optimal. Algen erfreuen sich an solchen Zuständen und vermehren sich in diesen pflanzenunfreundlichen Aquarien prächtig. Oft kommt es bei solchen Becken zu einem Nährstoffungleichgewicht oder auch einem Mangel an gewissen Nährstoffen. Gerade die Makronährstoffe können hier leer gelaufen sein und hindern die Wasserpflanzen an einem guten Wuchs.

Wollen wir uns nun den unterschiedlichen Düngesystemen widmen. Welche Möglichkeiten hat der Aquarianer hier? Ich will mich auf vier Arten konzentrieren und zwar auf den Estimative Index, PMDD basierende Dünger wie Aqua Rebell Makro Basic NPK oder PPS Pro, substratorientierte Düngung im Stil von Aqua Design Amano und eine gezielte Düngung durch Auffrischung der verbrauchten Nährstoffe mit paralleler Kontrolle der Wasserwerte.

Estimative Index

Kommen wir zunächst zum Estimative Index. Was zeichnet dieses Düngesystem aus? Die Grundannahme beläuft sich darauf, dass Wasserpflanzen immer genug von allen Nährstoffen zur Verfügung haben müssen, um optimal zu wachsen. Aus diesem Grund wird den Pflanzen ein reichhaltiges Angebot an Nitrat, Phosphat, Kalium und Mikronährstoffen geboten. Der Estimative Index probiert somit eine unlimitierte Nährstoffzufuhr sicher zu stellen. Damit sich keine Nährstoffe im Aquarium ansammeln, muss einmal pro Woche ein Wasserwechsel von 50% durchgeführt werden. Durch den Wasserwechsel kann sich im Laufe der Zeit die zugeführte Düngemenge, bei keinerlei Verbrauch durch die Wasserpflanzen, lediglich verdoppeln. Es kommt also nicht zu extrem hohen Nitrat-, Phosphat oder Kaliumwerten, die gefährlich für die Bewohner seien könnten.

Estimative IndexBei diesem Düngesystem müssen durch die recht großen Wasserwechsel keinerlei Wassertests durchgeführt werden, womit dieses System sehr anwenderfreundlich ist.

Bei normaler Anwendung mit dem Estimative Index ist eine CO2 Zufuhr sehr wichtig. Durch das reichliche Angebot an Nährstoffen wird von den Wasserpflanzen der Hauptnährstoff CO2 in einem höheren Ausmaß benötigt. Der CO2 Wert sollte um 30 mg/l betragen und kann durch z.B. einen CO2 Dauertest überprüft werden.

Der Estimative Index kann natürlich auch individuell auf das eigene Aquarium angepasst werden. Hierfür düngt man zunächst die vorgeschriebene Menge und reduziert in den kommenden Wochen diese Dosis. Falls man also 5 ml am Tag verabreicht, führt man zum Beispiel die nächsten zwei Wochen nur noch 4 ml hinzu und schaut ob sich die Pflanzen im Wuchs verändern. Wenn die Wasserpflanzen weiterhin gut wachsen reduziert man in den kommenden zwei Wochen erneut um 1 ml auf nun 3 ml. Kommt es nun in den zwei Wochen zu einem schlechteren Wuchs oder sogar Algen, dann muss man die Dosis wieder auf 4 ml erhöhen und hat somit seine optimale Düngerzufuhr gefunden.

Der Estimative Index kann bei zu wenig CO2 mit gewissen heiklen Wasserpflanzen, durch die höheren Nährstoffwerte, auch zu Problemen führen. Eine konstante CO2 Zufuhr ist daher sehr wichtig. Eine Optimierung der Düngemenge auf das eigene Aquarium ist hier sicherlich ein weiterer wichtiger Aspekt, um solchen Problemen entgegen zu wirken. Die hohe Wasserwechselfrequenz schreckt ebenfalls einige Personen ab.

PMDD basierende Düngesysteme (Aqua Rebell Makro Basic NPK, PPS Pro)

PMDD, als Abkürzung für Poor Mans Dosing Drops, ist ein bereits recht altes Düngesystem, welches zu seinen Zeiten ohne Phosphatzusatz entwickelt wurde. Hier lag der Schwerpunkt auf einer ausreichenden Nährstoffzufuhr, ohne dabei hohe Nährstoffwerte im Aquarium anzustreben. Das Prinzip basiert hierbei auf der guten Anpassungsfähigkeit der Wasserpflanzen auf eine sehr limitierte Phosphatdüngung. Durch weniger Phosphat wird auch von den anderen Nährstoffen sehr viel weniger benötigt. Gerade in Aspekt auf CO2 und die anderen Makronährstoffe muss hier viel weniger zugedüngt werden.

Aqua Rebell Makro Basic NPKBei der Makronährstofflösung Aqua Rebell Makro Basic NPK und auch dem Düngesystem PPS Pro sind jedoch geringe Mengen Phosphat für die tägliche Düngung hinzugekommen, damit die Pflanzen täglich eine gewisse Menge von jedem Nährstoff zur Verfügung haben. Der Phosphatzusatz dient auch dazu den etwas gesteigerten Nährstoffbedarf durch verbesserte Aquarientechnik, wie z.B. der Beleuchtung, auszugleichen.

Ein Vorteil von diesem System liegt in der reduzierten Wuchsgeschwindigkeit der Pflanzen, da diese nicht unter Hochleistungskriterien zum Wuchs bewogen werden, wie bei dem Estimative Index. Ebenfalls muss hier nicht wöchentlich ein großer Wasserwechsel vorgenommen werden, wobei Wasserwechsel generell immer gut für ein Aquarium sind. Wasserwechselintervalle von 25%-50% alle zwei Wochen sollten bei diesem System ausreichen.

Wassertests sind bei diesem System ebenfalls nicht notwendig, da die Nährstoffzufuhr so konzipiert wurde, dass die eingebrachten Nährstoffe auch verbraucht werden.

Ein Mikrodünger (Eisenvolldünger) muss natürlich weiterhin parallel zu den PMDD Makrolösungen dosiert werden.

Die Nachteile bei diesem System liegen in dem teilweise recht geringen Phosphatanteil, der in einigen Becken dafür sorgt, dass trotz der recht fein abgestimmten Nährstoffe im Dünger gewisse Mangelsituationen auftreten. Hier muss dann gegebenenfalls mit einem zusätzlichen Einzelnährstoffdünger nachdosiert werden. Bei sehr vielen Personen funktioniert der Dünger jedoch ohne die Zufuhr von weiteren Makronährstoffen.

Substratorientierte Düngung im Stil von ADA

Bei den bis jetzt vorgestellten Düngesystemen wurde die Düngung der Wasserpflanzen gezielt über die Wassersäule realisiert. Bei einer substratorientierten Düngung läuft dies recht gegensätzlich ab. Die Makronährstoffe werden zum Beispiel bei einem Aqua Design Amano Becken mit Power Sand und Aqua Soil im Substrat bzw. Bodengrund gebunden. Die Wasserpflanzen kommen so durch die Wurzeln an die Stoffe heran und können üppig wachsen, ohne dass sich höhere Mengen an Nitrat und Phosphat im Wasser befinden.

ADA Aqua SoilDa es gewisse Pflanzen gibt, die eine Düngung über das Substrat bevorzugen, zeigen diese einen besonders guten Wuchs. Über die Wassersäule werden lediglich die Mikronährstoffe, über einen Eisenvolldünger, und Kalium über Brighty K zugeführt.

Diese Becken laufen so gesehen auch recht kräftig gedüngt, jedoch eben über das Subtrat. Prächtiger Pflanzenwuchs läuft hier mit sehr niedrigen Nährstoffwerten in der Wassersäule ab. Da eine parallele Versorgung der Wasserpflanzen über das Wasser stattfinden kann, ermöglicht die substratorientierte Düngung eine sehr flexible Nährstoffversorgung für das Aquarium und stellt, gekoppelt mit zum Beispiel dem Estimative Index oder auch der PMDD Düngung, eine sehr ausgewogene Art und Weise sein Aquarium zu pflegen dar. Ebenfalls ist es natürlich möglich bedarfsorientiert anhand von Wassertests die verbrauchten Nährstoffe hinzu zu fügen oder die Nährstoffe über die ADA Düngeserie mit den Green Brighty Step Düngern aufzufrischen, die optimal auf das Substrat abgestimmt sind.

Gezielte Düngung durch Auffrischung der verbrauchten Nährstoffe

Eine gezielte Düngung über die Wassersäule anhand von Wassertestergebnissen stellt die letzte hier vorgestellt Düngemethode dar.

Hier ist vorweg sehr wichtig, dass man sehr genaue Wassertests nutzt. Die Wassertests aus dem Hobbybereich liefern meistens eher Schätzwerte und sollten immer einmal vor dem Gebrauch kalibriert werden. Dies bedeutet, dass man eine Standardlösung mit z.B. 10 mg/l Nitrat ansetzt und diese mit seinem Wassertest misst. Nun kann man genau sehen bei welchem Farbumschlag 10 mg/l Nitrat erreicht werden. Ohne diese Kalibrierung sind die Wassertests noch ungenauer.

Die beste Möglichkeit zu Testen, wird über ein Fotometer realisiert. Hier muss dann aber noch zusätzlich darauf geachtet werden, dass die eigentlichen Wassertests nicht „schlecht“ geworden sind und dadurch eventuell das Ergebnis verfälscht wird.

Gehen wir aber nun von einem funktionierenden Fotometer aus, so kann man nun sehr genau den Bedarf an Nährstoffen für das Aquarium ermitteln. Eine gute Möglichkeit wäre es an einem Tag die Nährstoffe zu kontrollieren und am darauf folgenden Tag. Anhand der Ergebnisse kann dann der Verbrauch bestimmt werden. Hier sollte man natürlich zunächst auch dafür sorgen, dass von allen Nährstoffen genug in der Wassersäule vorhanden ist. Nitratwerte um 10 mg/l, Phosphatwerte um 0,1 mg/l, Kaliumwerte um 5-10 mg/l und Eisenwerte um 0,1 mg/l werden oft empfohlen und reichen für eine phosphatlimitierte Düngung meist aus.

Gelegentlich sollte man natürlich die Werte kontrollieren, gerade wenn es zu Algen oder schlechterem Pflanzenwuchs kommt. Darauf muss dann bedarfsorientiert nachgedüngt werden.

Wasserwechsel von 50% pro Woche sind hier ebenfalls empfehlenswert und sollten am besten mit weichem, nährstoffarmen Wasser durchgeführt werden, damit eine gezielte und kontrollierte Düngung stattfinden kann. Die Anschaffung einer Osmoseanlage ist aus diesem Grund sehr zu empfehlen.

Die Nachteile des Systems liegen natürlich klar in dem Aufwand durch die Wassertests und den großen Wasserwechseln. Ebenfalls sind recht hohe Anschaffungskosten mit dieser Art der Düngung verbunden. Als sehr positiv ist natürlich die genaue Bestimmung der Nährstoffe im Wasser zu sehen und die gezielte Aufdüngung dieser Stoffe.

Zusammenfassung

Welches System ist aber nun für mich das Beste? Dies liegt klar an den eigenen Vorstellungen ein Aquarium zu pflegen. Eine kleine Liste mit den Vor- und Nachteilen soll aber die Entscheidung leichter machen.

Estimative Index

Pro:

  • Gute Nährstoffversorgung
  • Keine Wassertests
  • Einfach zu nutzen
  • Geringe Kosten

Contra:

  • Kann bei heiklen Pflanzen zu Problemen führen
  • Hohe CO2 Werte sind empfehlenswert
  • Große Wasserwechsel von 50% pro Woche
PMDD

Pro:

  • Solide Nährstoffversorgung
  • Keine Wassertests
  • Einfach zu nutzen
  • Geringe Kosten
  • Weniger Wasserwechsel nötig

Contra:

  • Teilweise kommt es dennoch zu Algen
  • Weitere Dünger sind eventuell erforderlich
Substratorientiert

Pro:

  • Gute Nährstoffversorgung über den Bodengrund
  • Keine Wassertests
  • Einfach in der Handhabung
  • Mit anderen Düngesystemen kombinierbar

Contra:

  • Hohe CO2 Werte sind empfehlenswert
  • Preislich sind ADA Produkte im oberen Segment angesiedelt
Testen und Düngen

Pro:

  • Sehr präzise
  • Führt nur die benötigten Nährstoffe dem Aquarium hinzu

Contra:

  • Recht kostspielig
  • Hoher Aufwand durch die Wassertests
  • Große Wasserwechsel von 50% pro Woche sind zu empfehlen
  • Viele Düngerflaschen bzw. Düngeprodukte sind für die gezielte Düngung erforderlich
  • Hohe CO2 Werte sind empfehlenswert

Hat man sich nun für eine Düngemethode entschieden, kann man sich auf die schönen Seiten der Aquaristik konzentrieren. Die Wasserpflanzen sollten nun prächtig wachsen und die Bewohner fühlen sich wohl. Jetzt kann voller Freude die Gestaltung des Aquariums beginnen, ohne dabei Abstriche machen zu müssen. Folglich wird durch eine ausgewogene Düngung der Grundstein für ein gesundes und dekoratives Aquarium gelegt, dass einem viel Spaß bereiten wird.

Estimative Index

Donnerstag, 05. Juni 2008

Der Estimative Index ist ein weltweit sehr oft genutztes Düngesystem, bei dem die Pflanzen ein unlimitiertes Nährstoffangebot bereitgestellt bekommen. Die angestrebten Nährstoffwerte liegen folglich auch höher als bei vielen anderen Düngesystemen, weswegen der Estimative Index sich großer Kritik stellen musste.

Alles in allem sind jedoch viele Personen mit diesem simplen System, bei dem keine Wassertests nötig sind, zufrieden und haben einen guten bis sehr guten Pflanzenwuchs in ihren Aquarien. Die angestrebten Nährstoffwerte sind ebenfalls nicht kritisch für die Bewohner des Aquariums, wobei Wirbellosenhalter ggf. etwas moderater düngen sollten und auch Jungfische etwas anfälliger auf solche hohen Nährstoffwerte sind.
Keine Wassertests wurde eben schon erwähnt. Wie kann dies möglich sein? Durch wöchentliche Wasserwechsel von 50% wird dafür gesorgt, dass sich keine Nährstoffe soweit im Becken anreichern, dass sie problematisch werden.

Die jetzt erhältliche Düngelösung Aqua Rebell Makro Basic Estimative Index basiert auf dem Rezept der Estimative Index PMDD Style Lösung. Diese kann je nach Becken etwas mehr oder weniger verabreicht werden, so dass sich keine hohen Nährstoffwerte zwangsläufig akkumulieren müssen. (Sprich man kann selbst mit dieser Düngelösung recht mager düngen) Durch die Dosierung mit einer Düngelösung ist die PMDD Variante (steht hier für tägliche Dosierung mit einer flüssigen Lösung) auch sehr viel genauer in der Nährstoffdosierung als die ursprüngliche Düngevariante des Estimative Index mit “Teelöffeln & Messlöffeln”.

Parallel zur Estimative Index Lösung muss natürlich weiterhin ein Mikrodünger verabreicht werden. Auf dem Etikett wie auch in der Beschreibung wird der Dünger Mikro Basic genannt. Dieser ist jedoch zur Zeit noch nicht zu erwerben. Es kann aber alternativ auf andere Volldünger ausgewichen werden. Tropica Pflanzennahrung oder auch Ferrdrakon sind gute Eisenvolldünger, die ebenfalls parallel mit dem Estimative Index eingesetzt werden können.

Bei Flowgrow kann man sich zusätzlich genauer über den Estimative Index informieren. Dort gibt es zum Beispiel dieses Thema, dass genau die Vorzüge des Estimative Index verdeutlicht. Primär wird hier jedoch auf Becken mit sehr viel Licht eingegangen. Durch die Dosierung mit einer Düngelösung kann jedoch sehr viel flexibler aufgedüngt werden, so dass auch Becken mit weniger Licht mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden können. Die Düngedosierung ist natürlich bei weniger Licht abzusenken. Ein bis zweimal pro Woche reicht ggf. die Dosierung bereits aus. Hier muss man sich generell an das Optimum des Beckens herantasten. Zunächst beginnt man mit einer unlimitierten höheren Dosierung und senkt dann die verabreichten Milliliter Dünger alle zwei Wochen etwas ab, bis man eine Verschlechterung des Wuchs feststellt. Jetzt muss man lediglich den Dünger wieder etwas steigern und hat somit seine optimale Düngemenge gefunden.

Eine ausreichende CO2 Versorgung ist bei dem Estimative Index generell sehr wichtig und die meisten Probleme entstehen weitestgehend durch zu wenig CO2. Auch hier muss man sich an seinen maximalen Wert langsam herantasten, damit kein Schaden bei den Bewohnern entsteht. Somit sollte man sein CO2 also nur aufdrehen, wenn man während dieser Zeit einen Blick auf sein Aquarium hat und notfalls intervenieren kann.

Neben dem Makro Basic NPK ist nun die Estimative Index Lösung eine Alternative, um seinen Pflanzen alles an Nährstoffen zu bieten.