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CO2 Dauertest

Donnerstag, 21. August 2008

CO2 Dauertests bzw. CO2 Langzeittests haben einige Vorteile gegenüber der rechnerischen Bestimmung des CO2 Werts. Hier ist es jedoch wichtig, dass der CO2 Dauertest auch richtig genutzt wird, damit die Vorteile nicht verspielt werden.

CO2 DauertestEin CO2 Dauertest misst nämlich nichts anderes als den pH Wert des Wassers in dem Testbehälter. Über die Karbonathärte dieser Testlösung wird dann die Farbskala des Langzeittests einem CO2 Wert zugeordnet. Damit der CO2 Dauertest jedoch kein einfacher pH Test bleibt, wird eine feste Karbonathärte mit der Testflüssigkeit vorgegeben. Durch die feste Karbonathärte und den Farbindikator Bromthymolblau wird einem nun nicht mehr der pH Wert des Beckens angezeigt, sondern der pH Wert der Testflüssigkeit. Da die Testflüssigkeit jedoch auf z.B. eine Karbonathärte von 4 eingestellt ist, kann man recht genau den CO2 Wert des Beckens bestimmen.

Das CO2 aus dem Becken diffundiert über den CO2 Dauertest in die Testlösung und verändert dementsprechend die Ausfärbung des Tests. Die Färbung reicht hierbei von Blau über Grün bis hin zu Gelb. Bei Grün ist bei einer KH von 4 ein CO2 Gehalt von ca. 30 mg/l im Becken vorhanden. Bei blau tendiert der CO2 Gehalt gegen 0 und bei Gelb ist viel zu viel CO2 im Aqaurium.

Das CO2 aus dem Becken gelangt also in den Dauertest und verändert dort den pH Wert und somit auch die Farbe der Testflüssigkeit. Bei einer Karbonathärte von 4 würde im Dauertest also ein pH Wert von 6,6 herrschen und einen CO2 Gehalt im Becken von ca. 30 mg/l wiedergeben.

Die Karbonathärte des Aquariums ist hierbei aber unwichtig, da der pH Wert im Langzeittest gemessen wird und dadurch einen zuverlässigen CO2 Wert anzeigt. Auf die Testflüssigkeit können nämlich keine anderen Stoffe auf die pH-Karbonathärte-CO2 Berechnung Einfluss nehmen. Im Aquarium könnten nämlich Tanine, Säuren und auch Huminstoffe die Bestimmung des pH Werts verändern. Die Testflüssigkeit wird hiervon jedoch nicht beeinflusst, da die Testflüssigkeit keinen direkten Kontakt mit dem Aquarienwasser hat,  kann immer ein richtiger CO2 Wert angezeigt werden. Dies ist ein sehr wichtiger Vorteil gegenüber CO2 Langzeittests, die mit Aquarienwasser betrieben werden.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand und lassen eine genaue Bestimmung des CO2 Werts im Becken zu. Die Farbabstufungen sind einfach abzulesen und helfen somit dabei, einen konstanten CO2 Wert zu halten. Der einzige Nachteil der CO2 Dauertests besteht in der zeitverzögerten Anzeige des CO2 Werts. Da das CO2 erst aus dem Becken in den CO2 Dauertest diffundieren muss, werden ca. 1-2 Stunden benötigt, bis sich die Testflüssigkeit richtig verfärbt hat.

Aquasabi bietet zwei unterschiedliche CO2 Langzeittest Flüssigkeiten von Aqua Rebell an. Eine ist auf eine Karbonathärte von 3 und eine auf 4 eingestellt. Die Testflüssigkeit mit einer KH3 zeigt bei einem grünen Farbumschlag ca. 20 mg/l CO2 an und ist somit eher für normal beleuchtete Becken gedacht. In solchen Becken ist kein sehr hoher CO2 Wert erforderlich. Die Testflüssigkeit mit einer KH von 4 zeigt bei Grün einen CO2 Gehalt von ca. 30 mg/l CO2 an. Diese Testflüssigkeit eignet sich somit besser für stärker beleuchtete Becken, in dem der CO2 Gehalt eine höhere Rolle bei der optimalen Pflanzenversorgung spielt.

Für die Anwendung der Testflüssigkeit werden 1-2 ml in den CO2 Dauertest eingebracht. Der Test wird danach ca. 5-20 cm unter der Wasseroberfläche platziert. In diesem Bereich des Aquariums sollte eine normale Strömung vorhanden sein, damit der CO2 Test besser funktioniert.

Die Testflüssigkeit sollte alle 2 Wochen ausgetauscht werden, da der Farbindikator mit der Zeit blasser wird und somit nicht mehr so genau den CO2 Wert anzeigt. Falls einmal etwas Testflüssigkeit in das Aquarium gelangt, ist dies nicht gefährlich für die Fische oder Wirbellosen.

Estimative Index

Donnerstag, 05. Juni 2008

Der Estimative Index ist ein weltweit sehr oft genutztes Düngesystem, bei dem die Pflanzen ein unlimitiertes Nährstoffangebot bereitgestellt bekommen. Die angestrebten Nährstoffwerte liegen folglich auch höher als bei vielen anderen Düngesystemen, weswegen der Estimative Index sich großer Kritik stellen musste.

Alles in allem sind jedoch viele Personen mit diesem simplen System, bei dem keine Wassertests nötig sind, zufrieden und haben einen guten bis sehr guten Pflanzenwuchs in ihren Aquarien. Die angestrebten Nährstoffwerte sind ebenfalls nicht kritisch für die Bewohner des Aquariums, wobei Wirbellosenhalter ggf. etwas moderater düngen sollten und auch Jungfische etwas anfälliger auf solche hohen Nährstoffwerte sind.
Keine Wassertests wurde eben schon erwähnt. Wie kann dies möglich sein? Durch wöchentliche Wasserwechsel von 50% wird dafür gesorgt, dass sich keine Nährstoffe soweit im Becken anreichern, dass sie problematisch werden.

Die jetzt erhältliche Düngelösung Aqua Rebell Makro Basic Estimative Index basiert auf dem Rezept der Estimative Index PMDD Style Lösung. Diese kann je nach Becken etwas mehr oder weniger verabreicht werden, so dass sich keine hohen Nährstoffwerte zwangsläufig akkumulieren müssen. (Sprich man kann selbst mit dieser Düngelösung recht mager düngen) Durch die Dosierung mit einer Düngelösung ist die PMDD Variante (steht hier für tägliche Dosierung mit einer flüssigen Lösung) auch sehr viel genauer in der Nährstoffdosierung als die ursprüngliche Düngevariante des Estimative Index mit “Teelöffeln & Messlöffeln”.

Parallel zur Estimative Index Lösung muss natürlich weiterhin ein Mikrodünger verabreicht werden. Auf dem Etikett wie auch in der Beschreibung wird der Dünger Mikro Basic genannt. Dieser ist jedoch zur Zeit noch nicht zu erwerben. Es kann aber alternativ auf andere Volldünger ausgewichen werden. Tropica Pflanzennahrung oder auch Ferrdrakon sind gute Eisenvolldünger, die ebenfalls parallel mit dem Estimative Index eingesetzt werden können.

Bei Flowgrow kann man sich zusätzlich genauer über den Estimative Index informieren. Dort gibt es zum Beispiel dieses Thema, dass genau die Vorzüge des Estimative Index verdeutlicht. Primär wird hier jedoch auf Becken mit sehr viel Licht eingegangen. Durch die Dosierung mit einer Düngelösung kann jedoch sehr viel flexibler aufgedüngt werden, so dass auch Becken mit weniger Licht mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden können. Die Düngedosierung ist natürlich bei weniger Licht abzusenken. Ein bis zweimal pro Woche reicht ggf. die Dosierung bereits aus. Hier muss man sich generell an das Optimum des Beckens herantasten. Zunächst beginnt man mit einer unlimitierten höheren Dosierung und senkt dann die verabreichten Milliliter Dünger alle zwei Wochen etwas ab, bis man eine Verschlechterung des Wuchs feststellt. Jetzt muss man lediglich den Dünger wieder etwas steigern und hat somit seine optimale Düngemenge gefunden.

Eine ausreichende CO2 Versorgung ist bei dem Estimative Index generell sehr wichtig und die meisten Probleme entstehen weitestgehend durch zu wenig CO2. Auch hier muss man sich an seinen maximalen Wert langsam herantasten, damit kein Schaden bei den Bewohnern entsteht. Somit sollte man sein CO2 also nur aufdrehen, wenn man während dieser Zeit einen Blick auf sein Aquarium hat und notfalls intervenieren kann.

Neben dem Makro Basic NPK ist nun die Estimative Index Lösung eine Alternative, um seinen Pflanzen alles an Nährstoffen zu bieten.